Die Zusammensetzung von 1P-LSD

1P-LSD

Dieses ist ähnlich wie das LSD und daher wird es nach der Propionylgruppe bezeichnet, welche an das Stickstoffmolekül der polycyclischen Indolgruppe des LSD gebunden ist. Zugleich besteht das Propionyl aus jener an eine Aminogruppe angebundenen Carbonylkette CH3CH2CO. Das 1P-LSD ist gleichartig zu ALD-52, welches eine Acetylgruppe, die an das Stickstoffmolekül gebunden ist, anstelle der Gruppe des Propionyls, welche an der gleichen Stelle gebunden wird, enthält. Generell enthält die Struktur von 1P-LSD eine polycyclische Gruppe mit dem bicyclischen Hexahydroindol, welche an eine bicyclisch wirkende Chinolingruppe angebunden ist. Ebenso ist an den Kohlenstoff 8 des Chinolins das N, N-Diethylcarboxamid angebunden.

1P-LSD

Wann ist 1P-LSD auf den Markt gekommen?

Generell ist nicht bekannt, wo 1P-LSD zum ersten Mal synthetisiert wurde, es wird allerdings vermutet, dass es in einem akademischen Rahmen geschah. In Amerika wurde schon im Jahre 1988 von der Drug Enforcement Agency vorhergesagt, dass Derivate des LSD auf den Markt kommen können. So geschah es mit 1P-LSD, dass es in den Jahren von 2015 und 2019 einen großen Absatz gab, welcher auf der ganzen Welt zu beobachten war. Im März des Jahres 2019 wurde von der Bundesregierung in Deutschland eine Aktualisierung des Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetzes veröffentlicht, die dann ebenfalls ALD-52, 1P-LSD und AL-LAD beinhaltete. So wurden diese Substanzen am Ende am 21. Juni 2019 aufgenommen und daher auch verboten. Zugleich tauchte direkt einen Tag nach dem Verbot das 1-Cyclopropionyl-Lysergsäurediethylamid (1cP-LSD) auf und wurde seither als legales LSD-Derivat auch in Deutschland verkauft. 1cP-LSD ist mittlerweile auch verboten.

In welcher Form und Dosierung wurde 1P-LSD angeboten?

1P-LSD verstärkt nur, was schon in einem Menschen ist. Daher sind die Trips oft von den einzelnen Erfahrungen sehr unterschiedlich und nicht vorherzusagen. Erwartungen an den Trip sollte der Anwender jedoch nicht haben, denn diese können nicht so einfach erfüllt werden. Generell sind die Effekte von 1P-LSD besonders stark von Set und von der Umgebung abhängig, jedoch ebenfalls von der Dosis. Es wurde als Blotter mit jeweils 100ug 1-Propionyl-Lysergsäurediethylamid angeboten. Das 1P-LSD ist ebenso wie das LSD für das Microdosing geeignet. Dabei ist das Microdosing ist die Einnahme von besonders kleinen Mengen an Psychedelika, welche keinerlei psychedelischen Effekt haben. Anstelle dessen wirken solche niedrigen Dosierungen auf viele Anwender konzentrations- und leistungssteigernd, erhöhen die Kreativität und den Geruchs-, Tast-, Hör- und den Sehsinn. Dabei entspricht die Dosierung jener, bei der gemäß der Vorschriften die ersten Effekte eintreten. Dies sind 10-20µg. Bei einigen sehr sensiblen Personen reichen eventuell schon 5-10 µg. Damit eine solch geringe Dosierung eingenommen werden kann, gibt es mehrere Methoden.

Die Wirkung von 1P-LSD

Zugleich ist über den Konsum beim Menschen zu Rauschzwecken nahezu nichts bekannt. Es kann allerdings nichtvorhersehbare Nebenwirkungen und Langzeitschäden geben, weshalb vom Konsum auf jeden Fall abzuraten ist. Zu den Nebenwirkungen gehören eine erhöhte Herzfrequenz oder ein erhöhter Blutdruck, eine Pupillenerweiterung, Angstzustände und Paranoia, eine körperliche Angespanntheit, Kieferkrämpfe und Dysphorie. Ein erheblicher psychedelischer Trip ist ein sehr tiefenpsychologisches und intensives Erlebnis. Diese psychedelischen Drogen sind keine Drogen zum Spaß, sondern Werkzeuge, mit welchen die eigene Psyche geheilt und erforscht werden kann.

Wann wurde 1P-LSD in Deutschland verboten?

Das 1P-LSD ist seit dem 17.07.2019 offiziell in Deutschland verboten und hat hier dem NpSG. Somit steht auch das Inverkehrbringen, die Verabreichung und das Handeltreiben von 1P-LSD gemäß § 4 I i. V. m. § 3 I NpSG unter Bestrafung und kann mit einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren bestraft werden. Der Erwerb und der Besitz zum Eigenkonsum ist hierbei nach § 3 I NpSG verboten, ist aber nicht strafbar.

Der Nachfolger 1cP-LSD

Das 1cP-LSD ist eine Forschungschemikalie (Research Chemical) mit dem Namen “1-Cyclopropionyl-D-lysergsäurediethylamid”, welches zugleich als “Purple Sunshine Acid“ bekannt ist. Das 1cP-LSD ist am Menschen allerdings wenig erforscht und gehört zu den Research Chemicals, was es in Deutschland illegal macht.